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Radio Blind Power (rbp) will die so genannte "integrative Zusammenarbeit" fördern. Unter "integrative Zusammenarbeit" verstehen wir, dass sehbehinderte/blinde Personen (folglich nur noch "sehbehinderte Personen genannt" zusammen mit "normal"-sehenden Personen arbeiten, dass sehbehinderte Personen einen noch einfacheren Zugang zum Radio erhalten und, dass sehbehinderte Personen an Anlässen teilnehmen, an welchen vor allem sehende Personen anwesend sind. Letzteres bedeutet, dass sehbehinderte Personen diese Anlässe miterleben können und andererseits die sehenden Personen mit sehbehinderten Menschen in Kontakt treten können und erfahren, was für sehbehinderte Menschen alles möglich ist. Andererseits will Radio Blind Power aber auch Hemmschwellen abbauen. Viel zu oft sind Äusserungen im sinn von „Können denn blinde Personen das?“ zu hören. Durch ihre Arbeit und ihr Engagement beweisen die Macherinnen und Macher von Radio Blind Power: Sehbehinderte Personen können viel mehr als man ihnen zutraut. Bei dieser Integrationsförderung wird Radio Blind Power vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) unterstützt. Hier erfahren Sie mehr über das Projekt.
Sehbehinderte Personen arbeiten mit sehenden Personen zusammenRadio Blind Power will die Zusammenarbeit von sehbehinderten und sehenden Personen auf verschiedene Arten fördern: · Dank dem zentralen Standort (eines der beiden Studios befindet sich in der Stadt Bern) sollen noch mehr sehende Personen zum Team von rbp stossen und tätig werden. Dadurch werden vermehrt und öfter sehbehinderte und sehende Personen zusammen im Studio arbeiten(Redaktion, Moderation und Administration) · rbp und junge sehende Medienmacherinnen und Medienmacher von verschiedenen Jugendmedien nehmen gemeinsam an Events teil, an welchem Zweier-Teams gebildet werden (Audiobeiträge gemeinsam, Fotos durch die sehende Person). Durch die besseren Infrastrukturen des neuen Studios in Bern sollen zudem Live-Übertragungen noch öfter vorkommen. Leichterer Zugang zum Radio für sehbehinderte PersonenLeider herrscht in der Schweizer Radio-Landschaft bei vielen verantwortlichen Personen die Meinung, sehbehinderte Personen könnten nicht in einem Radio arbeiten, da sie die Technik nicht bedienen können. rbp verfügt "über zwei "normale" Radio-Studios, stattete diese jedoch mit den nötigen Hilfsmitteln (Vergrösserungs-Software, Sprachausgabe und Braille-Drucker) aus. Dadurch wird bewiesen, dass sehbehinderte Personen dank ihren Hilfsmittel bei einem Radio arbeiten können. Es ist wichtig, dass die Hilfsmittel den sehbehinderten Personen zur Verfügung gestellt werden. Da dies nämlich eine Freizeit-Tätigkeit ist, werden ihnen diese von keiner Institution übernommen. Erhielte eine sehbehinderte Person jedoch eine Arbeitsstelle bei einem Radio, würde ihr die IV auf Antrag die entsprechenden Kosten übernehmen. Events für alle!Radio Blind Power nimmt alleine und zusammen mit anderen Jugendmedien an Events teil. In Zweier-Teams (eine Person sehbehindert und eine Person sehend) werden Beiträge realisiert, die dann auf Radio Blind Power und anderen Plattformen veröffentlicht werden. Radio Blind Power ermöglicht damit sehbehinderten Menschen, an Events teilzunehmen. Andererseits machen die Jugendlichen durch die Zusammenarbeiten in den Teams spannende Erfahrungen und neue Freundschaften können entstehen. Schliesslich erleben aber auch die anderen Event-Besucher die sehbehinderten Jugendlichen: „Integration durch Vorleben“. rbp an Events: Schon jetzt ein Erfolg!Die Teilnahmen von Radio Blind Power sind bereits jetzt ein Erfolg. Immer wieder erntet unser Team von Journalisten grosse Komplimente. Sie sind beeindruckt, dass wir mit unseren Voraussetzungen gleich viel, wenn nicht sogar mehr erreicht haben. Bands wie „Plüsch“, „Gustav“, „Die fantastischen Vier“ und „Wir sind Helden“, empfanden unsere Interviews als angenehm und unsere Fragen spannend. Ausserdem berichteten Unter anderem war Radio Blind Power bereits an folgenden Events anwesend: „Youngstar-Cup“, „Eidg. Feldschiessen in Ueberstorf“, „Gurtenfestival“, „Open Air auf dem Bundesplatz“, „Open Air Gampel“, „Pfadi- und Folksfest 2007“, "Eidg. Jugendsession", "FIS-Ski-Weltcup Adelboden" usw. Vor Ort interviewt rbp BesucherInnen, VeranstalterInnen, KünstlerInnen und HelferInnen. Sofern möglich, richten wir ausserdem ein mobiles Studio ein und senden live vom Event. Ausserdem übertragen wir immer wieder Konzerte. Technologien für Live-ÜbertragungenFür seine Live-Übertragungen setzt Radio Blind Power - wenn immer möglich - auf diejenigen Mittel, die auch bei den anderen Radio-Stationen zum Einsatz kommen. Wichtig ist jedoch, dass sie für Sshbehinderte und blinde RadiomacherInnen vollumfänglich bedienbar sind. Dies bebedeutet einen finanziellen Mehraufwand. In diesem Projekt unterstützt uns das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) in diesem Bereich. AusbildungRadio Blind Power bildet seine MacherInnen zusammen mit der Radioschule "klipp & klang" aus. Freiwilligenarbeit - mehr ProfessionalitätRadio Blind Power lebt vom freiwilligen und unentgeltlichen Einsatz seiner Mitarbeitenden, die von externen Personen als motiviert und zielstrebig beschrieben werden. rbp soll auch weiterhin ein Freizeit-Projekt sein. Zwei Team-Mitglieder haben das WortUm besser zeigen zu können, wie unsere Mitarbeitenden ihre Arbeit bei Radio Blind Power und unsere Integrationsförderung erleben, lassen wir nachfolgend zwei Mitarbeitende, einer blind und einer sehend, zu Wort kommen: Jonas Pauchard (16), Blind: „Ich bin seit zwei Jahren bei rbp tätig. Dies gibt mir Übung in den Bereichen Moderation und Redaktion. Da sich rbp stark für die Integration an den Events einsetzt, kann ich an viele Konzerte und Openairs. Dort treffe ich auf sehende Menschen und unterhalte mich mit diesen und kann mich so auch persönlich besser in die visuelle Welt integrieren.“ En Coc Lien (19), sehend: „rbp ist nicht gewinnorientiert, was für uns heisst, dass wir Mitarbeiter Radio als Hobby betreiben. Dazu gehört auch Motivation, die vor allem durch die anderen Leute ihren Ursprung findet. Im Team findet man sehbehinderte und sehende Leute, doch wirken wir als eine Einheit. Integration heisst auch Vervollständigung; diese Gleichbehandlung im Team ist da, darum erlebe ich rbp auch so toll, nicht nur wegen der coolen arbeit. Ich habe das Gefühl, dass jede und jeder Spass hat, sei es beim moderieren einer Sendung oder beim zusammenstellen einer Reportage im Event-Bereich, aber das Wichtigste ist der Zusammenhalt und das Verständnis im Team.“
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